Trinkwasserinstallation: Zentrales Element der Gebäudetechnik – wichtige Grundlagen und gesetzliche Vorgaben
Die Trinkwasserinstallation ist ein zentrales Element der Gebäudetechnik, da sie die Grundlage für eine sichere, hygienische und zuverlässige Wasserversorgung in Gebäuden bildet. Sie verbindet technische, hygienische und funktionale Anforderungen und ist damit essenziell für den täglichen Betrieb eines Gebäudes – sei es im Wohn-, Gewerbe- oder Industriebereich.
Die Trinkwasserinstallation unterliegt in Deutschland einer Vielzahl gesetzlicher und normativer Vorgaben, die vor allem dem Schutz der Trinkwasserhygiene dienen. Diese Regelwerke stellen sicher, dass das Trinkwasser vom Hausanschluss bis zur Entnahmestelle in einwandfreier Qualität erhalten bleibt.
Zentrale gesetzliche Grundlage ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Sie legt verbindliche Grenzwerte für mikrobiologische und chemische Parameter fest und verpflichtet Betreiber von Trinkwasseranlagen zur regelmäßigen Überwachung und Dokumentation.
Ein wichtiger Baustein ist das DVGW-Regelwerk, insbesondere das Arbeitsblatt W 551, das sich mit der Vermeidung von Legionellen in Warmwasseranlagen befasst. Es fordert unter anderem bestimmte Temperaturgrenzen und regelmäßige Wartungsmaßnahmen. Ergänzend dazu gibt die VDI-Richtlinie 6023 detaillierte Empfehlungen zur hygienegerechten Planung, Ausführung und Wartung von Trinkwasseranlagen. Sie ist zwar nicht gesetzlich bindend, gilt jedoch als allgemein anerkannte Regel der Technik und wird häufig als Schulungsgrundlage für Fachpersonal verwendet.
Insgesamt bilden diese Vorschriften ein umfassendes System, das sowohl die technische Sicherheit als auch die hygienische Qualität der Trinkwasserinstallation gewährleistet.
Chemische Desinfektion einer Trinkwasserinstallation
Die chemische Desinfektion einer Trinkwasserinstallation ist eine gezielte Maßnahme zur Wiederherstellung der hygienischen Unbedenklichkeit des Trinkwassers, wenn mikrobiologische Verunreinigungen – etwa durch Legionellen oder andere Keime – festgestellt wurden. Sie kommt ausschließlich im Störungsfall zum Einsatz und ist kein Bestandteil des regulären Betriebs. Grundlage für die Durchführung bilden unter anderem die Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sowie die technischen Regeln des DVGW, insbesondere das Arbeitsblatt W 291.
Vor der Desinfektion steht eine sorgfältige Ursachenanalyse inklusive einer Gefährdungsbeurteilung, um die Quelle der Verunreinigung zu identifizieren und Gefährdungen langfristig auszuschließen. Erst danach wird ein geeignetes Desinfektionsmittel ausgewählt – häufig kommen dabei Natriumhypochlorit, Chlordioxid oder Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Diese Mittel müssen mit den Materialien der Installation verträglich sein und dürfen keine Rückstände hinterlassen, die die Wasserqualität beeinträchtigen könnten.
Die Desinfektion erfolgt in der Regel als Anlagendesinfektion, bei der das gesamte Leitungssystem mit dem Desinfektionsmittel befüllt wird. Nach einer definierten Einwirkzeit wird das System gründlich gespült, bis keine Rückstände des Mittels mehr nachweisbar sind. Anschließend erfolgt eine mikrobiologische Nachuntersuchung, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen.
Wasserstoffperoxid mit Silber – besonders gute Wirksamkeit
Die Anlagendesinfektion mit Wasserstoffperoxid, insbesondere mit Produkten von Sanosil, bietet eine Reihe bedeutender Vorteile für die hygienische Sicherheit von Trinkwasserinstallationen. Sanosil kombiniert stabilisiertes Wasserstoffperoxid mit Silberionen, was eine besonders effektive und gleichzeitig materialschonende Desinfektion ermöglicht.
Ein zentraler Vorteil liegt in der hohen Wirksamkeit gegen Biofilme und Mikroorganismen wie Legionella pneumophila und Pseudomonas aeruginosa. Diese können sich in Rohrleitungen und Tanks ansiedeln und die Wasserqualität erheblich beeinträchtigen.
Die chemische Desinfektion ist stets als temporäre Maßnahme zu verstehen. Sie ersetzt keine bauliche oder technische Sanierung, sondern dient lediglich dazu, die Trinkwasserqualität kurzfristig wiederherzustellen, bis die eigentlichen Ursachen – etwa stagnierende Leitungen oder fehlerhafte Installationen – dauerhaft behoben sind. Die Durchführung darf ausschließlich durch Fachpersonal erfolgen und muss umfassend dokumentiert werden.
Wir stehen Ihnen beratend zur Seite und unterstützen Sie, um Ihr Trinkwassersinstallation wieder in einen hygienisch einwandfreien Zustand zu versetzen oder vermitteln Ihnen eine Fachfirma, die eine chemische Desinfektion durchführen kann. Sie erreichen uns persönlich unter 08861-910 98 00 oder per E-Mail unter info@sanosil-service.de.